Rückblick – #techourfuture-Wochen „Zukunft Gesundheit – Medizin, Mensch, Technologie“

In den vergangenen Wochen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten #techourfuture-Veranstaltung die Möglichkeit, sich über aktuelle und zukünftige Technologien in den Bereichen Gesundheit und Medizin zu informieren und deren Chancen und Risiken mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zu diskutieren. Anders als ursprünglich geplant, fand das zweite #techourfuture-Event nicht als Präsenzveranstaltung in den Räumen der Hochschule Pforzheim statt, sondern wurde aus den Büros des Ferdinand-Steinbeis-Instituts im Haus der Wirtschaft in Stuttgart sowie einem Studio in Ludwigsburg live gestreamed. In zuvor aufgezeichneten Videobeiträgen führten die Expertinnen und Experten anhand anschaulicher Beispiele in die jeweiligen Themen ein und standen den Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend in Live-Diskussionsrunden Rede und Antwort.


„In Zeiten, in denen die Corona-App in Deutschland in aller Munde ist, aber noch lange nicht bei jeder und jedem auf dem Handy landet, wird einmal mehr klar, wie wichtig es ist, sich selbst ein fundiertes Bild machen zu können über die Möglichkeiten und Fortschritte durch digitale Technologien für die Gesundheit. Die Veranstaltung mit den Schwerpunkten IoT [Internet of Things] bzw. IoMT [Internet of Medical Things] und KI [Künstliche Intelligenz] in der Medizin weckte daher sofort mein Interesse. Das online Format ermöglichte mir eine unkomplizierte Teilnahme und das Ganze noch ohne Corona-Risiko! Die Vorträge haben meine Erwartungen übertroffen“, berichtet eine Teilnehmerin der Veranstaltungsreihe.

Gesund vernetzt

Eröffnet wurden die #techourfuture-Wochen „Zukunft Gesundheit“ mit dem Thema „Gesund vernetzt“. Sascha Seifert, Professor für Medizinische Informatik und Bioinformatik an der Hochschule Pforzheim, erläuterte die Funktionsweise sogenannter Wearables, wie Armbändern oder Smartwatches, worüber Träger die eigenen Vitaldaten messen, um ihre Gesundheit zu überwachen. Doch auch klassische Medizinprodukte wie Hörgeräte oder Herzschrittmacher fallen unter diese Definition und werden zunehmend über das Internet der Dinge miteinander vernetzt. Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz unterstützen Ärzte zunehmend bei Therapieentscheidungen. Inwiefern sich selbstlernende Diagnoseassistenzsysteme insbesondere im Bereich der Onkologie bereits als wichtige Helfer im ärztlichen Alltag etabliert haben, erklärte Tobias Preckel, Professor für Medizintechnik an der Hochschule Pforzheim.

OP 4.0 und Pandemieprognosen

Fortgeführt wurde die Veranstaltungsreihe mit dem Thema „OP 4.0 und Pandemieprognosen“. Im Fokus stand dabei die Rolle von Robotern bei chirurgischen Eingriffen. Stephan Kruck, Chefarzt Urologie am Zentrum für minimal-invasive Therapie und urologische Robotik am Siloah St. Trudpert Klinikum, gewährte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Blick in den „intelligenten Operationssaal“ und erläuterte anschaulich, unter welchen Bedingungen und mit welchen Vorteilen Roboter schon heute im OP assistieren. Raphael Volz, Professor für Angewandte Informatik an der Hochschule Pforzheim, stellte im Anschluss Modelle zur Prognose von Fallzahlen in Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie sowie Anwendungsbeispiele vor und zeigte deren Grenzen auf.

Gesundheit im Alltag

Zum Abschluss der #techourfuture-Wochen stand die „Gesundheit im Alltag“ im Vordergrund. Moderiert von Stefan Lob, Systemischer Coach und Geschäftsführer der Praxis für Führung – X.0 GmbH, stellten die fünf Expertinnen und Experten insbesondere aktuelle Entwicklungen im Bereich der Telemedizin und von Robotern in der Pflege vor.

Welche besonderen Anforderungen die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum mit sich bringt und welche digitalen Lösungen helfen können, berichteten Dr. Matthias Proske, Verbandsdirektor des Regionalverbands Nordschwarzwald und Prof. Dr. Joachim E. Fischer, Director Mannheim Institute of Public Health, Social and Preventive Medicine der Universitätsmedizin Mannheim aufgrund ihrer Erfahrungen mit dem Bürgerpartizipationsprojekt „Digital Black Forest“. Die Chirurgin Angelika Walliser stellte konkrete Fälle vor, die sie in den vergangenen Monaten im Rahmen des docdirekt-Projektes telemedizinisch beraten hatte, darunter auch einen Patienten aus Wuhan, China. Wie die ganzheitliche Versorgung der Patienten mittels neuer technologische Entwicklungen verbessert werden kann, erläuterte der niedergelassene Orthopäde Thomas Wüst. Matthias Struck, stellvertretender Abteilungsleiter im Bereich Smart Sensing and Electronics am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen, ging abschließend insbesondere auf die Rolle von Sensorik und Robotik bei der Betreuung von Patienten im Alltag ein. Schon heute ermöglichen Roboter neue Interaktionsstrategien in der Therapie von Kindern mit eingeschränkten emotionalen Fähigkeiten. Zukünftig wären auch Assistenzsysteme insbesondere für Demenzpatienten denkbar, so Struck.


Besuchen Sie unsere Social Wall für weitere Eindrücke zu den #techourfuture-Wochen „Zukunft Gesundheit“!

Nach dem „Autonomen Fliegen“ und der „Zukunft Gesundheit“ geht #techourfuture im Herbst mit dem Thema Ernährung in die dritte Runde. Seien Sie dabei, wenn wir einen Blick in die Zukunft unserer Ernährung werfen und personalisierte und geneditierte Nahrungsmittel sowie Fleisch aus dem Labor genauer unter die Lupe nehmen! Weitere Informationen gibt es demnächst auf www.techourfuture.de.

Gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

Bei Fragen können Sie sich gerne an Dr. Marlene Gottwald und Prof. Dr. Dr. hc Norbert Höptner wenden.

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