Industrial Internet / Industrie 4.0

„Industrial Internet“ und „Industrie 4.0“ stehen für die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung in der produzierenden Industrie. Während der in Deutschland geprägte Begriff „Industrie 4.0“ primär den eigentlichen Produktions- und Logistikprozess industrieller Unternehmen fokussiert, steht im Zentrum des US-amerikanischen Begriffes „Industrial Internet“ die branchenübergreifende Vernetzung wertschöpfender Prozesse mittels Internettechnologie.
Hierbei werden die Aktivitäten im Kontext des Industrial Internet mit in die Forschung einbezogen. Diese beinhalten einerseits die zunehmende Durchdringung der Vernetzung auf Basis von Internettechnologien bis in die Shop-Floor-Ebene industrieller Unternehmen, was zu einer Auflösung der klassischen „Automatisierungspyramide“ führen kann.
Das Ferdinand-Steinbeis-Institut folgt dem Ansatz der Betrachtung der Wertschöpfung im Kontext der Digitalisierung und Vernetzung und versteht daher unter Industrie 4.0 einen „unternehmensspezifischen Ansatz zur Steigerung der Wertschöpfung mittels interdisziplinärer Geschäftsfähigkeiten und Mitarbeiterkompetenzen“.
Industrial Internet / Industrie 4.0
Dreh und Angelpunkt dieses Verständnisses sind Geschäftsfähigkeiten und Mitarbeiterkompetenzen, die auf einem interdisziplinären Zusammenspiel von Engineering, IT und Managementdisziplinen basieren.
Andererseits entstehen im Kontext des Industrial Internet branchenübergreifende Vernetzungsstandards, die die Interkonnektivität und Interoperabilität über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg befeuern. Dies führt zu branchenübergreifenden Wertschöpfungsmöglichkeiten, die es insbesondere branchenfremden Unternehmen ermöglichen können, in etablierte Wertschöpfungsketten einzudringen und Teile der Wertschöpfung abzugreifen.
Das FSTI deckt daher u.a. folgende interdisziplinäre Themenbereiche im Kontext des Industrial Internet und Industrie 4.0 ab: