Großhandelsstudie

Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und des Verbands grosshandel-bw führt das FSTI seit Juni 2018 eine Studie  zur Digitalisierung im Großhandel des Landes Baden-Württembergs durch. Da das produzierende Gewerbe dank digitaler Technologien mittlerweile seine Ware sogar individuell konfektioniert seinen Kunden online anbieten kann  und Plattformen wie Amazon neue Leistungsversprechen in der Lieferung für den Kunden offerieren, verliert der  Großhandel immer mehr seine Rolle als traditioneller Handelsintermediär. Der Großhandel wird zwar stets als  eine Domäne gesehen, allerdings agieren die einzelnen Unternehmen in vielen verschiedenen Branchen. Daher  wählte das FSTI aus verschiedenen Branchen Großhändler als Interviewkandidaten aus. Als Handelsgüter  waren u. a. Pharmazeutik, Bücher, Lebensmittelbedarfsgegenstände,  Beschläge und Mineralöl vertreten. Insgesamt  konnte über ein Dutzend Großhändler aus Baden-Württemberg befragt werden. Sie kamen aus verschiedenen Branchen  und unterschieden sich daneben in ihrem Umsatz und der  Mitarbeiteranzahl.

Aufgrund der Varianz an Handelsgütern war für die Gestaltung des Erhebungsinstruments früh klar, dass eine branchenübergreifende  Studie für den Großhandel nur auf abstraktem  Weg möglich ist. Die Interviews erhoben aus diesem  Grund die Fähigkeiten der einzelnen Unternehmen, um  zunächst einmal festzustellen, was die Großhandelsunternehmen  auszeichnet. Die Fähigkeiten konnten mittlerweile  in vier Klassen differenziert werden:

  • Traditionelle Großhandelsfähigkeiten
  • Produzierende Großhandelsfähigkeiten
  • Dienstleistende Großhandelsfähigkeiten
  • Lösungsorientierte Großhandelsfähigkeiten

Außerdem zeigten sich dabei erhebliche Unterschiede in  der Bereitschaft der teilnehmenden Unternehmen, sich den  Herausforderungen des digitalen Wandels zu stellen. Während  manche Großhändler bisher nur geringe digitale  Anpassungen in ihrem Wertschöpfungsprozess durchgeführt  haben, nutzen andere Großhändler digitale Technologien  in verschiedenen Bereichen oder planen dies zumindest  für die nahe Zukunft.

Im nächsten Schritt der Studie wurden die Ergebnisse der  Interviewauswertung mit mehreren Experten in Einzelterminen  besprochen. Ziel dieser Termine war die Einschätzung  der Experten, welche der bereits vorhandenen  Fähigkeiten der einzelnen Großhändler in einem branchenübergreifenden  Wertschöpfungsnetzwerk, wie beispielsweise  einem Micro Testbed, einen Mehrwert für diese Art  der Wertschöpfung beitragen. Damit war es möglich, potenzielle  Rollen einzelner Großhandelsunternehmen anhand  ihrer Fähigkeiten und unabhängig von ihren aktuellen  Handelsgütern für die Zukunft der digitalen Wertschöpfung im Ecosystem zu beschreiben.

Auf Basis unserer Forschungsarbeit entwickelten wir eine TOOLBOX. Mit ihrer Hilfe wird Unternehmen im Großhandel ein strukturiertes und stufenweises Vorgehen ermöglicht, um die Digitale Transformation erfolgreich zu gestalten.

Hier finden Sie die Beschreibung der TOOLBOX, welche folgende Elemente umfasst: Beschreibung der Karten, Erläuterung des Vorgehens, Beispielhafte Transformationen.

 

Die Studie wurde Ende April fertiggestellt und bei einer  Veranstaltung von grosshandel-bw am 21. Mai 2019 in der Mercedes-Benz Arena in Stuttgart vorgestellt.

Aktuelle Blogbeiträge finden Sie unter #Großhandelsstudie.

Bei weiteren Fragen zu diesem Projekt wenden Sie  sich an Alexander Neff  oder Patrick Weber.

Gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg und dem baden-württembergischen Großhandelsverband grosshandel- bw.

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