Forschungsverständnis

Ich bin überzeugt, dass durch duale wissenschaftliche Forschung,
die gleichermaßen einen wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt auf einer hohen Abstraktionsebene als auch eine Nutzenstiftung für konkrete Problemstellungen in Wirtschaft und Gesellschaft adressiert, nachhaltige Innovation und Wohlstand entstehen.

Heiner Lasi

Forschungsleitbild des FSTI

„Wer sich der höheren Industrie widmen will, verliere nie aus dem Auge, dass sie das mit der Wissenschaft vermählte Handwerk ist.“ Ferdinand Steinbeis

Bereits in den 50er Jahren des 18. Jahrhunderts plädierte Ferdinand Steinbeis für eine Verbindung von Wissenschaft und Praxis. Während Steinbeis vorrangig und an einer Annäherung der Industrie hin zur Wissenschaft arbeitete, diskutieren wir rund 150 Jahre später auch eine veränderte Ausrichtung der wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsaktivitäten. Obwohl Forschungsleistungen für die Reputation ganzer Institutionen und Berufsperspektiven einzelner Wissenschaftler entscheidend an Bedeutung gewonnen haben, wird die Qualität der Forschungsaktivitäten meist ausschließlich nach rein wissenschaftlichen Kriterien bewertet und nicht nach ihrem gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Nutzen. Diese einseitige Fokussierung hat zunehmend zu einer Entkopplung der zu erforschenden realen Phänomene und der praktizierenden Wissenschaftler geführt.

Vor diesem Hintergrund und unter Einbezug des Erbes von Ferdinand Steinbeis halten wir uns an ein Ideal „dualer wissenschaftlicher Forschung“, welches sowohl einen wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt als auch einen Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft einfordert. Die Idee einer derartigen transferorientierten Forschung manifestiert sich in der Simultaneität von realer Wirksamkeit und wissenschaftlichem Anspruch.

Transferorientierte Forschung versteht sich insofern als dritter Forschungsansatz zwischen Grundlagenforschung einerseits und anwendungsbezogener Forschung andererseits. Während die Grundlagenforschung phänomenunabhängigen Erkenntnisfortschritt zu generieren sucht, fokussiert die anwendungsbezogene Forschung – ohne Anspruch auf abstrakteren Erkenntnisgewinn – Lösungen für konkrete Phänomene. Ziel einer transferorientierten Forschung ist gleichermaßen ein substantieller Lösungsbeitrag für real existierende Probleme wie auch ein originärer Erkenntnisfortschritt für die wissenschaftliche Forschung.

Menü

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. | By using our website you accept our use of cookies Weitere Informationen | More Information

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen