Abschluss der Schul-AG DigiMINT+

Seit diesem Schuljahr gibt es am Otto-Hahn-Gymnasium in Nagold eine Digitalisierungs-AG. Darin werden den Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse die unterschiedlichen Aspekte der Digitalisierung in mehrmonatigen Projekten nähergebracht. Das Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch e.V. bietet hierfür nicht nur die Räumlichkeiten, sondern akquirierte auch die projektleitenden Dozenten aus Wirtschaft und Forschung. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei u.a. mit einer Fischerfabrik die Automation kennen, erfahren etwas über Datenschutz und -sicherheit und bekommen Inhalte aus den Bereichen der Sensortechnologie und diverser Protokolle vermittelt.

Das Ferdinand-Steinbeis-Institut leitet seit Ende März das Projekt „Digitalisierung ohne IT“. Anlässlich der aktuellen Situation und der damit einhergehenden Schulschließungen, fand auch dieses Projekt als rein virtuelle Veranstaltung statt.

Ziel war es, im Geiste der transferorientierten Micro Testbeds, mit den Schülerinnen und Schülern ein Planspiel durchzuführen. Zu Beginn wurden die Fähigkeiten von drei in Nagold ansässigen Unternehmen ermittelt, welche durch drei Schülergruppen repräsentiert werden sollten. Die Informationen hierfür bezogen die AG-Teilnehmer aus den öffentlichen Web-Auftritten der Unternehmen bzw. aus ihren eigenen Erfahrungen, die sie beispielsweise bei einem Schülerpraktikum sammeln konnten und übertrugen dies in einen für das Projekt erstellten Unternehmenssteckbrief. Anhand dieser Fähigkeiten galt es ein neues Wertschöpfungsszenario zu erstellen, welches dank digitaler Technologien umgesetzt werden könnte.

Die Unternehmensgruppen gestalteten daraufhin anhand der 6-3-5 Methode für ihr jeweiliges Unternehmen interessante zukünftige Wertschöpfungsszenarien für ihre Unternehmen. Danach wurden die Gruppen neusortiert, so dass mindestens eine Schülerin bzw. ein Schüler ihr oder sein Unternehmen in den neuen Gruppen vertritt. Mit dem Wissen, was für ihr Unternehmen in der neuen Konstellation von Vorteil wäre, diskutierten sie neue Wertschöpfungsszenarien für jenes Konsortium. Zur weiteren Ausspezifizierung wurde die Methode Business Model Canvas angewendet und ermittelt, welche digitalen Technologien hierfür zum Einsatz kommen. Das Ergebnis wurde im Abschlusstermin am 06.07.2020 präsentiert und innerhalb der Gruppe diskutiert.

Die Schülerinnen und Schüler lernten in dem Projekt nicht nur die offensichtlich genutzten Methoden kennen und damit umzugehen, sondern auch sich intensiv mit Unternehmen auseinanderzusetzen. Welche Fähigkeiten haben/was können Unternehmen wirklich? Wie ist es, Partnerschaften im Wirtschaftskontext einzugehen? Das Projekt schärfte damit ebenso den Sinn der jungen Menschen für die sozialen Komponenten einer solchen Partnerschaft und die Selbstreflektion für das eigene Können einer Organisation. Erfreulicherweise hatten alle erarbeiteten Wertschöpfungsszenarien einen Bezug zu Nachhaltigkeit.

Die DigiMint+ AG gilt als Schulversuch auf mehrere Jahre, bei Erfolg kann sie auch an anderen baden-württembergischen Schulen etabliert werden. Ansprechpartner für das Projekt sind Alexander Neff und Anna Rauhut.

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